Versinkt Bremen bald in der Nordsee?

5. März 2010 | 0 Kommentare »

“Hilfe!” ruft eine ältere Frau aus Bremen und hält sich in Sichtweite des Bremer Hauptbahnhofs mit letzten Kräften an einer Straßenlaterne fest, damit sie nicht von braunen Wasserfluten erfasst und hinweggezerrt wird. Experten halten ein solches Horrorszenario durchaus für denkbar.

“Bremen versinkt in der Nordsee”, titelt die Bildzeitung vor wenigen Minuten und bezieht sich dabei auf Expertenaussagen von Teilnehmern des 5. ExtremWetterKongress (ExtremeWeatherCongress), welcher derzeit im Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost stattfindet. Über 800 Kongressteilnehmer sind registriert, um Vorträgen zum Thema Klimapolitik, Klimawandel, Extremwetterlagen, El Niño, Meeresspiegelveränderung und Meteorologie zu lauschen und über die verheerenden Folgen der globalen Klimaveränderungen zu diskutieren.

Einer der Teilnehmer am Kongress ist Andreas Lieberum, Geschäftsführer des Forschungsprojekts “nordwest2050″. Herr Lieberum ist der Auffassung, dass es Bremen mit hoher Wahrscheinlichkeit in 100 Jahren nicht mehr geben wird. Das Abschmelzen der Polkappen sowie Verschiebungen von Erdplatten werden dafür verantwortlich sein, dass der Meeresspiegel der Nordsee schon in den nächsten hundert Jahren um bis zu zwei Meter steigt. Die Folge davon: Bremen versinkt in den Fluten.

Ein genauer Zeitpunkt, wann es so weit sei, ließe sich nicht vorhersagen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Wetterkapriolen und heftige Stürme, die viel Regen bringen, schon in den nächsten Jahren stark zunehmen werden. Der Nordwesten Deutschlands wird durch die häufige Westwetterlage in besonderer Weise davon betroffen sein. Ein realistisches Szenario auch für die kommenden Jahre ist, dass bei einer der nächsten Sturmfluten das Wasser bis in die Bremer Innenstadt vordringt.

Wie kann sich Bremen vor einem solchen Horrorszenario schützen? Eine Möglichkeit wäre, die Deiche zu erhöhen, was derzeit in Bremerhaven bereits getan wird. Um 25 Zentimeter werden dort die Dämme gegen zukünftige Sturmfluten aufgestockt. Doch dies wird auf Dauer kaum reichen, so die Experten. Auf der Konferenz sollen Wege erörtert werden, die den Klimawandel verlangsamen und wenn möglich ganz unterbinden können. Nur so hat Bremen und die gesamte Nordseeregion zukünftig eine Chance, weiterhin ein attraktives Ferienziel zu bleiben.

Borkum nun mit erster Windkraftanlage im Offshore-Park

17. Juli 2009 | 0 Kommentare »

Nun ist es endlich soweit, das erste Windrad der Offshore-Windkraftanlage ist nun bei Borkum installiert worden.

Hier habe ich einmal ein Video zum Bau des Fundaments der Trafostation gefunden:

Und einmal ein Video zum Installieren des Kopf-Teils der Trafostation:

Junge ertrinkt in Seewasserbad in Burhave

8. Juli 2009 | 0 Kommentare »

ErtrinkenEin tragischer Unfall hat sich am vergangenen Sonntag in Burhave abgespielt. Nachdem der vater eines vierjährigen Jungen aus Kirchberg nur kurz auf die Toilette verschwunden ist, war sein Sohn danach in der Strandbad-Lagune nicht mehr auffindbar.

Die Eltern durchsuchten eineinhalb Stunden lang mit der Badeaufsicht jede Ecke in dem Seebad bei Bremerhaven, konnten den Vierjährigen aber erst im Anschluss auf dem Boden eines Beckens im Schwimmerbereich finden.

Da es sich um ein salziges Seewasserbad handelt, konnte der Junge im trüben Wasser nicht schneller entdeckt werden, sondern wurde eher zufällig bemerkt.

Im vergangenen Jahr konnte die DLRG 519 Menschen vor dem Tod durch Ertrinken bewahren trotzdem sterben immer wieder Menschen, besonders Kinder beim Ausflug in den Sommertagen. Ertrinken ist bei Kindern die dritthäufigste Todesursache.

Mittelmeerklima an der Nordsee

3. Juli 2009 | 0 Kommentare »

30° Grad Celsius Lufttemperatur, 20° Grad Celsius Wassertemperatur – das definitiv Sommer und Badewetter an der deutschen Küste!

Aber Klimawandel-Forscher vom Deutschen Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnen nun erneut von einer drastischen Erwärmung der Nordsee. Diese hat in diesem Jahr fast ein ganzes Grad Celsius zugelegt im Vergleich zum Durchschnitt der letzten Jahrzehnte.

Wenn das Wetter weiterhin so sonnig und heiß bleibt, wird es in diesem Jahr vermutlich Rekordtemperaturen in der Nordsee geben. Einige Zeitungen sprechen sogar vom Mittelmeer-Klima, das nun bald auch an den deutschen Küsten anzutreffen ist. Denn diese warme Phase der Nordsee setzt sich nun schon seit 1987 fort.

Klar ist es schön, wenn das Wasser nicht so kalt ist und die Badeurlauber das Planschen und Schwimmen richtig genießen können. Aber die Fauna verträgt die Erwärmung nicht so gut, weil z. B. Fische weniger anpassungsfähig als Menschen sind.

Neandertaler in der Nordsee

25. Juni 2009 | 0 Kommentare »

Wenn da nicht gerade ein Paläontologe an Bord gewesen wäre, dann wüssten wir jetzt nicht, dass es in der Nordsee vor mehr als 40.000 Jahren noch Neandertaler gegeben hat. Denn im Fischernetz neben den ganzen Fischen hat dieser Hobby-Paläontologe vor ein paar Jahren vor der Küste Zeelands im Middeldiep die Überreste eines Augenbrauen-Knochens von einem Neandertaler entdeckt.

Diese Entdeckung gilt als erster Beweis für Neandertaler in der Nordsee der Niederlande und wurde am Montag in Oudheden im Nationalmuseum vorgestellt. Warum hat das so lange gedauert? Weil die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig in Gemeinschaft mit weiteren Wissenschaftlern der Universität Leiden das ganze ausführlichst aufgearbeitet haben. Anscheinend soll es sich um einen jungen Mann mit Hirntumor gehandelt haben, der sich neandertalertypisch hauptsächlich von Fleisch ernährte.

Auf dem Nordsee-Grund wurden schon sehr viele Fossilien, Steinwerkzeuge der Urzeitmenschen oder Teile von Mammuts gefunden. Aber das Vorkommen von Neandertalern konnte bisher nicht bewiesen werden.

Flächenbrand auf Mellum

19. Juni 2009 | 0 Kommentare »

Auf der unbewohnten Nordsee-Insel Mellum hat sich in den vergangenen Tagen eine Tragödie abgespielt: Am Mittwoch brach durch ungeklärte Ursache ein Flächenbrand aus und zerstörte eine 30 Hektar große Brutfläche und mit ihr tausende Vogelnester.

Erst gestern Abend konnte der Brand fast vollständig unter Kontrolle gebracht werden, vorher waren jedoch 40 Feuerwehrleute unter erschwerten Bedingungen auf der Insel unterwegs, um den Brand zu löschen.

Denn leider konnte das Feuer nur mit Feuerklatschen gelöscht werden bis endlich auch ein Löschhubschrauber zur Unterstützung dazu kam. Dieser wurde wegen eines technischen Defektes leider erst später von der Bundespolizei aus Potsdam entsandt.

Mit Schläuchen war ein Löschen vorher leider nicht möglich gewesen, weil die Strecke vom Meer zu den Brandherden einfach zu weit war.

Bilder zu diesem schrecklichen Ereignis gibt es hier: http://www.ol-luftbilder.de/galerie.php?fid=52

Bayer Leverkusen auf Borkum

11. Juni 2009 | 0 Kommentare »

FussballZwar ist die Saison gerade erst vorbei, aber nach der Saison ist vor der Saison und die Fußball-Bundesligisten starten bereits Ende Juni bzw. Anfang Juli ihre Vorbereitungen für einen guten Start in die nächste Saison.

Bayer Leverkusen ist einer der frühen Würmer und beginnt die Vorbereitungen für die Saison bereits am 30. Juni. Das Besondere daran ist, dass sich die gesamte Mannschaft auf der ostfriesischen Insel Borkum versammelt.

Zwar befindet sich Bayer Leverkusen “nur” im Mittelfeld der Tabelle der ersten Bundesliga, aber immerhin stand die Mannschaft im Mai im Finale um den DFB-Pokal und viele der Spieler sind auch im Kader der Nationalmannschaft zu finden.

Auch im Jahr 2008 war Borkum schon das Ziel für Profi-Sportler, denn die deutsche Tischtennis-Nationalmannschaft und auch die Fußballbundesligisten der Arminia Bielefeld traten ihre Saisonvorbereitungen auf der schönen Insel im Ostfriesenland an.

Vom 06.07.-07.08. haben Kinder und Jugendliche dann die Möglichkeit, auf Borkum eine Fußball-Ferienschule zu besuchen und als Nachwuchstalent aus dieser hervor zu gehen. Dabei trainieren sie mit echten ehemaligen Profis und können richtig etwas lernen. Eingerichtet wurde diese Fußball-Ferienschule vom Kur- und Touristikservice Borkum und der Burdensky Fußballschule.

Jens Hilbert taucht nach der S.M.S. Wiesbaden

5. Juni 2009 | 0 Kommentare »

Wracktauchen ©pixelio.de|joakantIn der Nähe von Cuxhaven befindet sich ein kleiner Ort namens Hemmor. Hier trainiert derzeit der geübte Taucher Jens Hilbert für seine nächste Expedition in die Tiefe. Bereits im Jahr 2004 tauchte er 94 Meter tief, um ein Kriegsschiff, nämlich die Blücher am Oslo-Fjord, zu erkunden. Nun soll es ein sechsköpfiges Team 52 Meter tief wagen, um an dem Kriegsschiff S.M.S. Wiesbaden eine Gedenktafel anzubringen.

Der kleine Kreuzer versank 1916  im Ersten Weltkrieg als er in der Skagerrak-Schlacht schwerem Artilleriefeuer ausgesetzt wurde. Dabei starben fast 600 Menschen, unter ihnen der bekannte Schriftsteller Johann Wilhelm Kinau alias Gorch Fock, nach dem später zwei Segelschulschiffe benannt wurden. Erst bei einer Übung der Marine im Jahr 1983 wurde das Wrack der Wiesbaden entdeckt.

Start der Expedition ist vermutlich im Juli und es soll begleitend eine Fernseh-Dokumentation gedreht werden. Sponsorenverträge wurden jedoch noch nicht unterschrieben, die sind aber für das tausende von Euro kostende Projekt unabdingbar.

Bildquelle: pixelio.de|joakant

Kitesurfe World Cup ab 24. Juli 2009

28. Mai 2009 | 0 Kommentare »

Seit nun drei Jahren findet einer der größten und spektakulärsten Kite-Surfing Events in St. Peter Ording statt und auch in diesem Jahr ist es bald wieder soweit. Vom 24. Juli bis 2. August kommen internationales Stars aus 18 Nationen endlich nach Deutschland und zeigen ihr Können bei dem Palmolive for Men Kitesurf World Cup 2009.
2006 pilgerten bereits 60.000 Besucher zu diesem Ereignis, im letzten Jahr waren es 110.000, vielleicht zieht es in diesem Jahr sogar noch mehr Menschen nach St. Peter Ording.

Die Disziplinen unterteilen sich in folgende drei Kategorien und werden von sechs internationalen Juroren bewertet.

  • Freestyle: Hier werden Moves, Sprünge, Tricks und Manöver dargeboten und neben der Zeit in der Luft (Airtime), der Höhe der Sprünge sowie Origninalität werden natürlich auch die technische Schwierigkeit und Ausdruckstärke bewertet.
  • Kitecross: Vier Kiter treten in einem Rennen (Heat) auf einem Hindernisparcour gegeneinander an und in die nächste Runde schaffen es die zwei Besten. Kitecross ist also eine Mischung aus Speed, Strategie und Geschicklichkeit.
  • Course Racing: Das ist eine neuere Disziplin, die erst seit dem letzten Jahr mit auf dem Programm steht. Wie bei der Formel 1 entwickeln die Kiter spezielle Prototypen aus High Tech Material, um dann so schnell wie möglich durch einen Dreiecks

Diese Weltmeisterschaft in St. Peter Ording ist aber nicht nur wegen der spektakulären sportlichen Ereignisse ein Event der Extraklasse, sondern eben auch wegen des einzigartigen Rahmenprogramms, welches das Ereignis vervollständigt.
Noch steht leider nicht fest, wie das Programm letztendlich aussehen wird, aber Silbermond ist zumindest schon dabei.

Hier ein paar Impressionen aus dem letzten Jahr in diesem Video.

Fähre vor den Ostfriesischen Inseln im Watt steckengeblieben

19. Mai 2009 | 0 Kommentare »
Juist-Fähre

Juist-Fähre

Die Juist-Fähre, welche auf dem Weg von Juist zum Norddeich war, ist im Watt steckengeblieben.

Juist gehört zu den 7 bewohnten Ostfriesischen Inseln und liegt zwischen Norderney und Bokum. Diese herrliche Insel ist nur per Schiff oder Flugzeug zu erreichen, da Autos auf diesem Fleckchen Erde nicht zugelassen sind. daher sind die Bewohner und Besucher dieser Insel sehr abhänig von diesen Verkehrsmitteln.

Aber warum ist das 52 Meter lange Schiff steckengeblieben?

Die Rederei Norden Frisa AG gab an, dass die Fähre aufgrund des niedriegen Wasserstandes in der Nordsee, nicht mehr vorwärts kam.  Dieser niedrige Stand des Wassers sei auf die starken Ostwinde von Stärke  5  zurückzuführen, sagte ein Mitarbeiter der Rederei. Die Winde waren so stark, dass sie das Wasser aus den Prielen gepresst haben. Dies führte dazu, dass der Wasserstand erheblich niedriger war als angenommen.

Einige Passagiere an Bord wurden aus gesundheitlichen Gründen von der deutschen Gesellschaft zur Rettung von Schiffsbrüchiger zurück auf die Insel Juist gebracht. Von dort konnten sie mit Hilfe eines Flugzeuges auf das Festland befördert werden. Die restlichen Passagiere harrten bis zum nächsten Hochwasser aus und konnten mit 8 Stunden Verspätung ihr Fahrt fortführen.

Quelle:  Nordseewolf

Bildquelle: www. Die-Nordsee.de