Eisbaden in der Nordsee

2. Februar 2012 | 0 Kommentare »

Urlaub an der Nordsee ist natürlich in jeder Jahreszeit möglich und, wenn die entsprechende Kleidung gewählt wird, immer ein Vergnügen. Aber im Winter den Mut zu haben, in der Nordsee zu baden, mag nicht wenigen Urlaubsgästen doch recht exotisch erscheinen. Dabei gibt es mittlerweile eine gewachsene Tradition des Winterbadens an der norddeutschen Westküste. Die Edeldisziplin des Winterbadens ist das Baden bei Eisgang.

Foto: flickr.de / michael pollak

Winter- und Eisbaden sind nichts für Weichlinge, aber auch nichts für Leichtsinnige, die ihre Körper ungeübt und unvorbereitet den rauen Wassertemperaturgraden der Nordsee aussetzen. Der typische Winterbader verlängert die Badehochsaison einfach in die kälteren Jahreszeiten hinein. Er geht regelmäßig im September in die dann noch relativ warme See und gewöhnt seinen Körper in den Folgemonaten an die ständig kühler werdende Wasserumgebung. So abgehärtet ist für diese Schwimmer auch das kurzfristige Schwimmen zwischen Eisschollen kein Problem. Ein tadelloser Kreislauf ist aber Grundvoraussetzung für das Abenteuer Eisbaden in der Nordsee.

Das Eisbaden ist aber nicht eine sinnfreie Anwandlung, sondern seit Jahrhunderten ein medizinisch anerkanntes Mittel zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte. Eisbader kommen fast durchweg schnupfenfrei durch die dunkle Jahreszeit. Kernregel beim gesunden Eisbaden ist es aber, nur kurz im Wasser zu bleiben. Nach wenigen Minuten, bevor der Körper zu frieren anfängt, muss das Wasser wieder verlassen worden sein.

In den meisten deutschen Nordseebädern werden im Endjahr besondere Eisbade-Veranstaltungen angeboten. Zum staunend-wohligen Schaudern von eingemummelten und Heißgetränke genießenden Zuschauern stürzen sich dann die, oft spaßig verkleideten, Helden der Abhärtung in die Wellen.

Besonders spektakulär sind das seit einem Jahrzehnt alljährlich hunderte Aktive und Zuschauer anziehende Büsumer Neujahrs-Anbaden und das beliebte Weihnachtsbaden am zweiten Feiertag in Westerland auf Sylt.

Kreuzfahrten wie auf dem Traumschiff

20. Januar 2012 | 0 Kommentare »

Spektakuläre Panoramen von nordeuropäischen Landschaften, interessante Unterhaltungsprogramme, nette Menschen und viele weitere Eindrücke erwarten Urlauber bei der Teilnahme an einer Kreuzfahrt in der Nordsee. Vorbei geht die Schiffsreise an imposanten Gebirgsketten und malerischen Fjordlandschaften, an tosenden Wasserfällen und mächtigen Gletschern. Auch bewaldete Ufer und abfallende Steilküsten geraten in das Blickfeld der Schiffsgäste. Höhepunkte bei Landgängen können Besuche der im Norden Europas gelegenen Metropolen und deren Sehenswürdigkeiten sowie von kleineren landestypischen Städten sein.

Foto: Helga Hauke_pixelio.de

Eine der Kreuzfahrt-Routen in der Nordsee – von Kirkenes nach Bergen – führt durch eine der weltweit schönsten Naturkulissen. Auf der Fahrt durch verschiedene Fjorde treffen Passagiere des Kreuzfahrtschiffes auf Inseln wie die Lofoten und die Vesteralen. Die Reise selbst dauert sechs Tage und auch an Bord stehen den Urlaubern vielerlei Annehmlichkeiten zur Verfügung. So können im Preis enthaltene Leistungen beispielsweise neben der reservierten Kabinenkategorie eine Vollpension an Bord sein, eine freie Benutzung der Bordeinrichtungen und eine deutschsprachige Reiseleitung. Eine weitere Kreuzfahrt befährt zwar ebenfalls diese Strecke, jedoch in der umgekehrten Richtung. Gestartet wird hierbei in Bergen, der Zielort ist Kirkenes. Auf dieser nach Norden führenden Route nimmt das Schiff Kurs auf den Polarkreis. Während der Reise ändert sich langsam das Landschaftsbild. Ein anfangs grüner Süden wandelt sich allmählich in eine arktische Pflanzenwelt. Vorbei geht die Fahrt an den norwegischen Städten Trondheim und Alesund sowie an abenteuerlich anmutenden Fjorden. Elf Tage dauert eine Kreuzfahrt in der Nordsee, die von Kirkenes nach Bergen und zurück in das mittelalterliche Trondheim führt. Die Stadt gilt überdies als einer der bedeutsamsten geschichtlichen Orte in Norwegen.

Abwechslungsreich wie die Kreuzfahrt selbst ist auch das Leben an Bord. Den Reisegästen stehen neben edlen Schiffskabinen kulinarische Momente in den Bordrestaurants ebenso bevor wie ein gehobenes Entertainment-Programm. Gegebenenfalls ist auch ein sogenanntes Kabinenklassenupgrade möglich. In der Eignersuite verfügt der Reisegast auf seinem Balkon über einen eigenen Jacuzzi. Landgänge, in deren Verlauf auch Wander- und Fahrradtouren durchgeführt werden, können für Kreuzfahrtpassagiere zu eindrucksvollen und unvergesslichen Erinnerungen werden. Eine Kreuzfahrt bietet viele Möglichkeiten tolle Momente und Eindrücke auf See zu sammeln. Wer sich dafür interessiert sollte immer auch ein besonderes Augenmerk auf die Rederei legen, die diese Reisen anbietet.

Wo Fischbrötchen zum kulinarischen Höhepunkt werden…

14. Dezember 2011 | 0 Kommentare »

Wenn urlaubsreifen Touristen der Sinn nach einer frischen Brise, sauberer und salzhaltiger Luft sowie nach Wind und Wellen steht, fahren sie immer öfter an die Nordsee. Wenn in Norddeich Mole zum Beispiel Gäste aus dem Ruhrpott ihren schneeweißen Intercity-Zügen oder roten Regionalbahnen entsteigen, lechzen viele von ihnen voller Vorfreude auf frisches Meeresgetier und nach einer lange ersehnten herzhaften Fischmahlzeit. Gerade erst am Urlaubsdomizil angekommen, stärken sich die meisten von ihnen dann zunächst einmal mit einem delikaten Fischbrötchen. Ob Krabben, Matjes- oder Bismarckhering, Seelachs oder Räucheraal: Ein frisch zubereitetes Fischbrötchen von der Nordsee an einer der zahlreichen Buden in den Küstenorten gehört für viele Urlauber zum ultimativen Ankunftsritual.

Foto: Maren Beßler_pixelio.de

An der ostfriesischen Nordseeküste entlocken traditionsbewusste Kutterfischer allerdings nicht allein in Norddeich schmackhafte Flossenträger und Krustentiere ihrem kühlen und nassen Element: Von West nach Ost kann man sich in nahezu jedem der zahlreichen Fischerorte wie zum Beispiel Neßmersiel und Dornumersiel, Carolinensiel und Horumersiel sowie von Hooksiel bis nach Fedderwardergroden vor den Toren Wilhelmshavens an leckeren Brötchen laben, die mit den heiß begehrten Früchten des Meeres belegt sind.

Und auch von Bremerhaven bis Cuxhaven sowie in Hamburg und an der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste warten in Imbissläden und in Fischbuden unter anderem delikate Krabbenrötchen, die mit dem „roten Gold der Nordsee“ dick belegt sind, auf den ebenso erwartungsfrohen wie hungrigen Gast. Besonders Büsum an der Westküste Schleswig- Holsteins ist für die Anlandung von Krabben bekannt.

Regelmäßige Besucher der Nordseeküste wissen es seit langen Zeiten zu schätzen, dass sie nirgendwo anders köstliche Fischportionen auf frischen Brötchen so schmackhaft serviert bekommen wie im Land der Dünen, Deiche und der Küstenfischer. Und zu diesem Land gehören natürlich auch seine Inseln. Auch hier erwartet den Gast ein gekonnt zubereitetes Fischbrötchen mit herrlichem Belag. Es soll sogar Besucher geben, die eigens wegen dieser Spezialität ihren Urlaub an der deutschen Nordseeküste verbringen.

Sehenswürdigkeiten an der Nordsee

18. November 2011 | 0 Kommentare »

Die Nordseeküste und ihre vorgelagerten Inseln warten mit vielen Sehenswürdigkeiten auf. Großer Beliebtheit bei Groß und Klein erfreuen sich beispielsweise viele alte Häfen, von denen Ausflüge auf die offene See und zu den verschiedensten Leuchttürmen angeboten werden. Der bekannteste Leuchtturm ist sicher der “Rote Sand”, auf dem sogar die Möglichkeit besteht, eine Nacht zu verbringen. Hierfür muss man sich allerdings Monate im Voraus anmelden, da die Übernachtungsmöglichkeiten naturgemäß sehr begrenzt sind.

Besonders bei Kindern erfreuen sich die Seehundstationen in Friedrichskoog und Norddeich großer Beliebtheit. Hier erfahren sie alles Wissenswerte über die kleinen Heuler und deren Aufzucht. Bei den tagtäglichen Fütterungen können sie den Tierpflegerinnen und Tierpflegern – hinter einer Glasscheibe – zuschauen.

Foto: femek / pixelio.de

Wer einmal einen noch im Einsatz befindlichen Leuchtturm besichtigen möchte, dem sei der Leuchtturm Westheversand empfohlen. Dieser befindet sich auf der Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein und ist dem Dörfchen Westhever auf einer Warft vorgelagert. Hier haben Sie einen fantastischen Blick auf das Wattenmeer. In den angrenzenden Wärterhäuschen wird eine Naturschutzstation betrieben. Sowohl für Kinder als auch Erwachsene ist der Besuch des Leuchtturmes ein Erlebnis, das sie nicht so schnell vergessen werden.

Ein weiterer bekannter Leuchtturm, der allerdings nur von außen betrachtet werden kann, ist der Leuchtturm von Pilsum mit seinem rot-gelb-roten Anstrich. Dieser wurde spätestens durch den Film “Otto – Der Außerfriesische” des Künstlers Otto Waalkes berühmt, da er diesem im Film als Wohnung diente. Letzterer wurde in unmittelbarer Nachbarschaft, genauer gesagt in der Stadt Emden, geboren. Fans dieses Künstlers sollten unbedingt “Dat Otto Huus” im Zentrum der Stadt besichtigen. Hier können sie sich mit den unterschiedlichsten Fanartikeln eindecken.

Wer sich eher für Schiffstechnik interessiert, sollte sich im Emdener Hafen umschauen. Hier liegt unter anderem ein Feuerschiff vor Anker, das eine Gaststätte beherbergt.

Auch die Gemeinde Greetsiel ist eine Reise wert. Hier werden Sie schon von Weitem von den beiden Zwillings-Windmühlen von Greetsiel begrüßt, die immer noch funktionsfähig sind. Hierbei handelt es sich um Holländer-Windmühlen. Selbstverständlich hat Greetsiel auch einen alten Stadtkern sowie einen alten Hafen, der viele Schaulustige anlockt.

Die Nordsee kühlt ab

26. Oktober 2011 | 0 Kommentare »

Die Wassertemperaturen der Nordsee fallen in diesen Tagen deutlich: Wer sich jetzt – Mitte Oktober – in die Fluten stürzen will, muss damit rechnen, mit kühlen Temperaturen um die 10 Grad empfangen zu werden. Daran stirbt man zwar nicht, aber man muss schon fast ein Freund des Eisbadens sein, um bei diesen Temperaturen noch Spaß am Schwimmen im Meer zu haben.

Foto (guenter lubadel_pixelio.de)

Wenn die Badestrände leer werden, ist die Zeit der Windsurfer gekommen. Ihnen macht die kühlen Temperaturen der Nordsee nichts aus. In ihren wärmenden und schützenden Neoprenanzügen suchen sie in diesen stürmischen Tagen möglichst hohe Wellen an der Küste der Nordsee, die im Herbst eindrucksvoll Zeugnis von den Gewalten der Natur ablegt. Es ist ein echtes Erlebnis, in den Oktober- und Novembertagen auf der Strandpromenade von Westerland auf Sylt den Wellenreitern bei ihrem waghalsigen Sport zuzusehen.

Aber nicht nur Windsurfer erfreut die Nachricht von der jahreszeitlich bedingten Abkühlung des Meeres. Es gibt viele Nordsee-Fans, die erst jetzt ihren jährlichen Urlaub buchen. Nicht nur, weil die Buchungspreise nach den niedrigeren Tarifen der Zwischensaison berechnet werden, sondern auch, weil das Naturerlebnis in diesen Tagen ganz besonders intensiv ist. Wind, Kälte und Nieselregen machen die Nordsee erst recht spürbar. Die kalte Luft riecht jetzt ganz besonders nach Meer.

Herbst und Winter sind die idealen Jahreszeiten für lange Spaziergänge an endlosen Stränden, ungestört von Badenden und Sonnenanbetern. Dann hat man auch mal die Gelegenheit, einfach nur den Wellen zuzusehen und dem Meeresrauschen zu lauschen – Gelegenheit, sich eine kleine Oase des Innehaltens und Aufatmens in dem sonst so hektischen Leben zu schaffen. Und die kürzer gewordenen Tage kann man gemütlich mit einer Tasse Friesentee – gern auch mit “Schuss” – ausklingen lassen.

Entspannung an der Nordsee

27. September 2011 | 0 Kommentare »

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und das Wetter wird nass-kalt. Dicke Mäntel, Regenschirme und Mützen gehören bei Vielen wieder zum alltäglichen Repertoire, um dem herbstlichen Wetter zu trotzen. In den grauen Monaten des Herbst und Winters bleibt Vielen nichts anderes übrig, als ihre Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen zu planen. Spaziergänge oder andere Outdoor-Aktivitäten bei Regen und Wind machen eingehüllt vom grauen Schleier der Stadt wenig Spaß.

Bei diesen Wetterbedingungen möchten Viele am liebsten ihre sieben Sachen packen und sich auf in Richtung Sonne machen. Doch dies bedeutet, dass ein längerer Urlaub ins Haus steht und dass es teuer werden kann. Um dem tristen Herbstalltag zu entkommen gibt es auch die Möglichkeit ans Meer zu fahren. Das Klima ist durch das Meer nicht ganz so rau und die rauschenden Wellen sorgen für Entspannung.

Foto: Matthias Balzer / pixelio.de

Die heimische Nordsee bietet mit Ihren Gezeiten eine besonders erholsame Atmosphäre. Mittlerweile haben sich viele Hotels auf die entspannungssuchenden Touristen eingestellt und bieten diverse Wellness- oder Relax-Pakete an. Die gestressten Urlauber können sich für relativ günstiges Geld über das Wochenende in Masken und Ölen salben lassen. Die zahlreichen Hotels bieten verschiedene Pakete an, die man entsprechend buchen kann. In den meisten Angeboten sind ein Begrüßungscocktail, die freie Nutzung des Fitness- und Schwimmbadbereiches und das Frühstücksbuffet inklusive. Zusätzliche Leistungen können jeder Zeit hinzu gebucht werden. Ganzkörpermassagen, Gesichtsbehandlungen, Fußreflexzonenmassagen und diverse andere Wellnessangebote laden zur Entspannung ein. Die erfahrenen Hände der Kosmetiker und die zuvorkommende Behandlung des Servicepersonals können zur weiteren Entspannung beitragen. Dazu die langen Spaziergänge an der See und das frische Essen führen zu einer schnellen Wohlfühl-Atmosphäre.

Ein kurzer Ausflug an die Nordsee in ein Wellnesshotel macht es möglich, dass das triste Herbstwetter schnell vergessen ist. Die Energie für den Alltag kann so schnell aufgetankt werden und man kann mit neuem Tatendrang dem Alltag und dem Wetter die Stirn bieten.

Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal

31. August 2011 | 0 Kommentare »

Das Bild einer Hansestadt oder eines Küstengebietes ist maßgeblich durch Meer und Schiffe geprägt. So ganz besonders in den deutschen Hafenstädten wie Hamburg und Bremen. Gerade Hamburg ist als großer und wichtiger Hafen bekannt. So erfolgt unter anderem im Hamburger Hafen die gewerbliche Lagerung, Verarbeitung und Veredelung von importierten Gütern. Nicht nur für Deutschland stellt der Hafen einen wichtigen Umschlagsplatz in der Schiffsfahrt dar. Es kommen täglich tausende Tonnen verschiedenster Ware an. Das kann nicht ohne gute Koordination und technischem Know-How erfolgen.

So ist der Bau einer neuen Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel erst einmal auf die lange Bank geschoben worden. Das Bundesverkehrsministerium hat stattdessen anderen Projekten eine höhere Priorität zugewiesen. So sollen vor dem Schleusenneubau erst einmal bereits bestehende Schleusen erneuert werden. Die Erneuerung der bereits existierenden und sich in schlechtem Zustand befindlichen Schleusen (170 Millionen Euro Kosten) kostet das Ministerium deutlich weniger als ein Schleusenneubau (300 Millionen Euro Kosten). Langfristig könnten jedoch die Kosten des Nicht-Baus der neuen Schleuse die Neubaukosten bei weitem übertreffen. So könnte ein Nicht-Bau der neuen Schleuse dem Hamburger Hafen großen Schaden zufügen und dessen Konkurrenzfähigkeit vermindern. Es ist nämlich fraglich, ob der Nord-Ostsee-Kanal weiterhin die bisherigen Kapazitäten für Schiffe aufrechterhalten kann, wenn eine oder mehrere Schleusen repariert werden, ohne dass man vorher Platz für neue Kapazitäten schafft. Der Nord-Ostsee-Kanal droht an Leistungsfähigkeit einzubüßen und immer mehr Schiffe würden sich vom Nord-Ostsee-Kanal abwenden und sich stattdessen den Häfen von Rotterdam oder Antwerpen zuwenden, was für Hamburg deutlich weniger Aufträge und Einnahmen bringen würde. Auch Bremerhaven wäre ein Opfer eines aufgeschobenen Schleusenneubaus.

Neubaubefürworter verweisen darauf, dass schon seit vielen Jahren der Nord-Ostsee-Kanal nicht mehr angemessen ausgebaut worden ist. Jedoch sind die Gesamterneuerungskosten für den Nord-Ostsee-Kanal sehr hoch (das Bundesverkehrsministerium veranschlagt 1,25 Milliarden Euro Kosten) und stehen in Zeiten finanzieller Probleme in Konkurrenz mit anderen kostspieligen Projekten. Dabei wäre ein Schleusenneubau wichtig, denn dem Hamburger Hafen droht ein Bedeutungsverlust und für die immer größer werdenden Schiffe wird immer mehr Platz benötigt. Der Zeitvorteil von einem Tag, den der Nord-Ostsee-Kanal und die damit zusammenhängenden Häfen bisher genossen haben, könnte obsolet werden. Der Feederverkehr (Container werden von großen auf kleinere Schiffe umgeladen und vom Zielhafen aus in den Ostseeraum weitergeleitet) droht an Hamburg vorbeizulaufen. Einen Vorgeschmack hat der Hamburger Hafen bereits 2009 während der Wirtschafts- und Finanzkrise erlebt. Eine kleine Hoffnung besteht jedoch noch, da das Verkehrsministerium noch nicht endgültig entschieden hat, wie viel wo investiert wird.

Foto: flickr.de / Tobias Mandt

Robbenrekord an der Nordsee

28. Juli 2011 | 0 Kommentare »

Die Nordsee lockt jedes Jahr viele Touristen um an der Küste Urlaub zu machen. Mit ihrem rauen Klima, den guten Wassersportmöglichkeiten, den einzigartigem Wechsel der Gezeigten, Wattwanderungen und noch Vielem mehr bietet sie eine abwechslungsreiche Möglichkeit zur Entspannung und Erholung. So können gerade Surfer an den Stränden die perfekte Welle bekommen und auch Familien können mit Sack und Pack anreisen und finden tolle Beschäftigungen für Groß und Klein. Das Meer stellt mit den unterschiedlichsten Nutzungsmöglichkeiten die Hauptattraktion der Region dar.

So kommt es immer wieder vor, dass Nordseebesucher bei einer Strand- oder Wattwanderung junge Seehundkinder finden – die sogenannten Heuler. Seehunde leben auf der Nordhalbkugel im Atlantik und Pazifik. Küsten mit trockenen Sandbänken, auf denen sie vor Feinden sicher sind bevorzugen die Tiere. Heuler nennt man Seehund-Jungtiere, die dauerhaft ihre Mutter verloren haben.  In diesem Sommer wird ein Heuler-Rekord gemeldet. Die Seehundstation in Friedrichskoog bestätigt, dass bisher 122 Robben-Jungtiere abgegeben wurden. Im Verlgeich wurden in 2010  im ganzen Jahr lediglich 111 Jungtiere gefunden. Die Betreiber der Station vermuten, dass eine Ursache für diesen Negativ-Trend die Störung der Robben in deren Hauptwurfzeit ist. Die Touristen halten sich nicht an die Ruhezonen der Tiere und stören die Muttertiere beim Säugen. Seehunde rollen sich beim Säugen auf die Seite, wenn die Mütter gestört werden rollen sich die Mütter zurück und flüchten. Das Jungtier bleibt „heulend“ und hungrig  am Strand zurück.

(Foto: zaubervogel / pixelio.de)

Doch Dank der Auffangstationen für Heuler können viele Jungtiere gerettet werden. Eine dieser Stationen ist die Seehundstation Friedrichskoog e.V. die vor 26 Jahren durch die Gemeinde Friedrichskoog ins Leben gerufen wurde. Der Verein finanziert sich allein aus Spenden und den Eintrittsgeldern. Die tierschutzgerechte Aufzucht von Heulern, sowie aktuelle Forschungsinitiativen  zum Artenschutz stehen im Zentrum der Einrichtung. Der Besucher erhält zudem besondere Eindrücke vom Leben der heimischen Robben durch ein naturnah angelegtes Becken, das zum Beobachten der Tiere an Land und im Wasser einlädt. Zudem finden Informations- und Aufklärungsveranstaltungen rund um die Tiere statt und auch über das richtige Verhalten, wenn man Mutter- und Jungtiere in der freien Wildbahn zusammen sieht. Die Eintrittspreise sind im Vergleich zu dem Zweck, dem sie zukommen günstig und das Zentrum lädt zu einem Besuch mit der ganzen Familie ein. So erhält man tolle Einblicke in das Leben der Tiere.

Demnach kann der Urlaub an der Nordsee mit tollen Ausflugsmöglichkeiten gefüllt werden und Groß und Klein können noch eine Menge über die Natur an der See dazu lernen. Die Besucher sollten auf jeden Fall sorgsam mit der Natur umgehen, dazu gehört auch, dass man die Wildtiere nicht stört nur um ein einmaliges Urlaubsfoto mitzubringen.

Helgoland bleibt, wie es ist

30. Juni 2011 | 0 Kommentare »

Urlaub an der Nordsee ist gesund, die frische Meerluft eine Wohltat für Geist und Seele. So warm wie in Andalusien wird es mit Sicherheit auch diesen Monat nicht, aber jetzt schon kann der Urlaubsgast zufrieden sein. Mit Wassertemperaturen bis zu achtzehn Grad kann sich die Nordsee zwar, wie immer, nicht mit dem Mittelmeer messen. Aber dafür muss man sich auch nicht vor brütender Hitze verstecken, sondern kann in einem der bequemen Strandkörbe den ganzen Tag am Meer verbringen.

Helgoland, Deutschlands einzige "Hochseeinsel"

Helgoland, Deutschlands einzige Hochseeinsel (Foto: Helmut Schneider / pixelio.de)

Eine der Perlen der Nordsee ist die Insel Helgoland. Man hatte große Pläne mit der Insel seitens der Politik: Die Insel sollte mittels einer Aufschüttung mit der ihr vorgelagerten Düne verbunden werden. Schon seit drei Jahren gab es Pläne für diese Landgewinnung, und sie nahmen immer konkretere Formen an. Die Insel wäre um fast einen Quadratkilometer gewachsen. Mit diesem gewonnenen Land hätten neue Hotels und Restaurants für Touristen entstehen können.

Die Besucherzahlen, und somit auch die Einnahmen für die Insel, hatten sich in den letzten Jahren mehr als halbiert. Die Pläne zur neuerlichen Verbindung zwischen Hauptinsel und Düne riefen immer wieder Umweltschützer auf den Plan, da diese Düne von Robben und Seehunden als Rückzugs- und Aufzuchtsgebiet genutzt wird. Befürchtungen wurden laut, dass ein weiteres idyllisches Plätzchen für die Fauna verloren ginge. Die Düne war bis zu einem schweren Sturm im achtzehnten Jahrhundert mit der Hauptinsel verbunden gewesen.

Die Politik hatte ihre ehrgeizigen Pläne ohne die Einwohner Helgolands gemacht. Ein Bürgerentscheid fiel am 21.06.2011 ganz eindeutig aus, die Mehrheit der Insulaner will die Aufschüttung nicht. Probleme hatten die Helgoländer schon immer. Sturmfluten und Orkane sind eine ständige Bedrohung für die Bevölkerung.

Arbeitslosigkeit ist inzwischen ein Thema auf Helgoland und immer mehr junge Leute gehen aufs Festland. Die Einnahmen durch zollfreie Waren gehen zurück. Auf einer Insel zu leben, bedeutet Abstriche zu machen und manchmal auch zu verzichten. Aber irgendwie kann man die Helgoländer auch verstehen. Sie leben siebzig Kilometer vom Festland, also mitten im Meer und damit auch mitten in der Natur. Respekt vor der Schöpfung und dem Leben war ihnen wichtiger als Profitdenken. Den Helgoländern gebührt Achtung für diese Entscheidung, die sich viele der stimmberechtigten Einwohner sicherlich nicht leicht gemacht haben.

Abwechslungsreiche Städtereisen in die charmanten deutschen Nordlichter Hamburg und Bremen

27. Juni 2011 | 0 Kommentare »

Die beiden größten Hafenstädte Deutschlands, Hamburg und Bremen, besitzen alle Zutaten für einen interessanten und abwechslungsreisen Aufenthalt. Eindrucksvolle historische Gemäuer, imposante Kirchen und Türme, attraktive Museen, ein vielfältiges Kunst- und Kulturleben sowie ein sehr aufregendes Nachtleben gibt es in den beiden norddeutschen Metropolen zu entdecken und zu erleben.

Hamburg – „Deutschlands Tor zur Welt“

Schiff im Hamburger Hafen

Schiff im Hafen Hamburg (Gabriele Planthaber / pixelio.de)

Eine Städtereise nach Hamburg ist ein einmaliges Erlebnis. Bei einer Anreise mit dem Flugzeug ist man bereits von dem modernen Hamburger Airport begeistert. Als Übernachtungsvariante empfiehlt sich ein Hotel am Flughafen Hamburg. Von hier aus lassen sich die zahlreichen Sehenswürdigkeiten Hamburgs dank des gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehrsnetzes mühelos erkunden.

Zentraler Magnetpunkt der Stadt ist der Hamburger Hafen mit seiner pulsierenden Atmosphäre. Weitere Sehenswürdigkeiten Hamburgs sind beispielsweise der Hamburger Michel, das Rathaus, der alte Elbtunnel, das Treppenviertel und der Fischmarkt. Ohne den Besuch einer der bekannten Musical-Aufführungen ist ein Aufenthalt in Hamburg genauso kaum vorstellbar wie das Flanieren über die bekannteste Straße Hamburgs, der Reeperbahn.

Bremen – historisch und maritim

Bremen besticht vor allem durch seine historische Altstadt und dem vielfältigen Kultur- und Unterhaltungsangebot. Wer mit dem Flugzeug anreist, kann gleich nach dem Einchecken in einem Hotel Bremen Flughafen übernachten und zeitnah mit der Entdeckungstour durch die Stadt beginnen.

Zentrum des öffentlichen Lebens ist die wunderschöne historische Altstadt. Eine Besichtigung der nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebauten Böttchergasse und des liebevoll restaurierten Schnoorviertels sollte auf dem Besuchsprogramm nicht fehlen. Den Mittelpunkt der historischen Altstadt bildet der Markt mit der Rolandsäule, dem Dom, dem Rathaus und vielen anderen imposanten Bauten.