WWF Studie zur Nachhaltigkeit der Fischerei
In Hamburg wurde jüngst eine neue WWF-Studie veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass durch effektivere Netze beim Fischfang Millionen von Tonnen unbeabsichtigter Fänge wegfallen würden.
So könnten beispielsweise Jungfische bei größeren Maschen im Netz besser entkommen. Beim Schollenfang spielt das eine wesentliche Rolle, denn hier sind bis zu 90 % des Fangs nicht die gewünschte Art von Fisch.
Fallen könnten die bodenzerstörenden Grundschleppnetze der Hummer-Fischerei ersetzen. Hier gehen für jedes erwirtschaftete Kilo Hummer viereinhalb Kilo von anderen Meerestieren ins Netz.
Und auch der Bestand des Kabeljau könnte sich durch den Einsatz neuer Netze wieder erholen. Beim Befischen des Schellfischs kommen zu viele Kabeljaus mit ins Netz, Abhilfe bieten so genannte Eliminator-Netze, die unten eine große Öffnung haben durch die der Kabeljau fliehen kann. Schellfische hingegen flüchten nach oben.
Zuschüsse von der EU werden für neuartige Netze und somit für eine nachhaltige Fischfangkultur bewilligt, wieso greifen die Fischer aber nicht darauf zurück?
