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Brauhaus zu Jever

Trinken zu Hause

Copyright by Hamburg / Jever

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Blickt man auf die moderne Fassade der Jever Brauerei Betriebe, spiegelt sich dort die traditionsreiche Architektur des Städtchens Jever in den Scheiben wider. Und so ist es auch hinter den Scheiben: unter modernen Bedingungen wird an eine langjährige Tradition angeknüpft.

Das klassische Brauverfahren nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 wurde nicht geändert und funktioniert mit der ausschließlichen Verwendung von Malz, Hopfen, Wasser. Wer sich davon selbst einen Eindruck verschaffen will, dem steht eine Führung durch das Friesische Brauhaus zu Jever einschließlich des Besuchs des historischen Brauereimuseums offen.

Zu Zeiten seiner Gründung durch Diedrich König im Jahre 1848 war das Brauhaus Jever ein kleines wie viele andere der Region. Doch als im 1867 der neue Eigentümer Theodor Fetköter den Familienbetrieb erwirbt, beginnt der Wandel hin zur großen Brauerei. Fetköter starte Werbung und begann auch das edle Bier in speziellen charakteristische Flaschen abzufüllen.
Nach schwierigen Zeiten im ersten Weltkrieg wurde das Brauhaus erneut veräußert, so dass die Hamburger Bavaria-St. Pauli, welche heute zum dänischen Carlsberg gehört, sich als neuer Eigentümer bezeichnen durfte. Zu dieser Zeit hatte sich das Haus Jever schon einen überregionalen Namen erwirtschaftet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es dann richtig bergauf. Jever Export war das meistverkaufte Bier, aber auch das Pils erfreute sich ab den 60ern zunehmender Beliebtheit. Heute gehört die Brauerei zur Dortmunder Brau&Brunnen-Gruppe. Die rund 270 Mitarbeiter füllen stündlich ca. 60.000 Flaschen ab, natürlich nicht per Hand sondern mit moderner Technik. Die verspiegelten Türme bergen 5 Tanks mit einem Fassungsvermögen von 240.000 Litern. Dort reift das Jungbier drei bis vier Wochen, der Rest ist dann fix in 45 Minuten gemacht.

Was den Jeveranern noch wichtig ist, ist die richtige Aussprache ihres Lokalstolzes. Denn im Gegensatz zur Werbung und dem überregionalen Gebrauch nach dem Schema, das V auszusprechen wie in Hannover oder Wilhelmshaven, packt sie der Schrecken und sie legen Wert auf eine friesische Intonation des Namens wie bei der Stadt Jever.