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Meerkohl – Strandgut der besonderen Art

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Wer an entlegenen Stränden der Nordsee spazieren geht, der kann mit viel Glück ein ganz besonderes Gewächs entdecken: Den Meerkohl. Die Pflanzengattung Meerkohl (Crambe) gehört zur Familie der Kreuzblütler und kommt in Europa mit insgesamt acht Arten vor. Viele Meerkohlarten dienen den Küstenbewohnern schon seit langem in verschiedener Form als Nutzpflanze. Besonders der Echte Meerkohl (Crambe maritima) hat entlang der Nordseeküste von Frankreich bis Dänemark eine lange Tradition als schmackhaftes Gemüse.

Köstlich und Gesund

Die 30 bis 60 cm hohe Pflanze, die aus einer dicken und verzweigten Wurzel wächst, hat große, blaugrüne, fleischige Blätter mit gelapptem Rand. Verzehrt werden, ähnlich wie beim Spargel, die jungen Sprosse. Aber auch die Blätter können gekocht und ähnlich wie Spinat zubereitet werden. Geschmacklich erinnert das Strandgemüse ein wenig an Brokkoli oder Blumenkohl, jedoch hat es eine feine salzig-nussige Note. Meerkohl ist zudem nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund. Sein hoher Anteil an Vitamin C, diversen Mineralien und Senfölglycosiden machen ihn zu einem wertvollen Nahrungsmittel.

Aber leider von Aussterben bedroht

Der eine oder andere mag sich nun fragen, warum wir nicht alle ständig Meerkohl zu essen bekommen. Leider ist der Echte Meerkohl in seiner wilden Form fast ausgestorben und darf deshalb nicht geerntet werden. Als Kulturpflanze hat der Meerkohl jedoch in England und Frankreich eine lange Tradition und auch in Deutschland gewinnt er immer mehr an Beliebtheit