Wer die Nordseeküste und das Wattenmeer mag, der wird früher oder später einmal eine richtige Wattwanderung machen wollen – andernfalls war man einfach nie richtig an der Nordsee. Einer der Klassiker unter den Wattwanderungen führt von den Cuxhavener Kurteilen Duhnen oder Sahlenburg zur Insel Neuwerk in der Elbmündung. Neuwerk gehört kurioserweise mit seinen etwa 40 Einwohnern zur Hansestadt Hamburg und zudem ist Neuwerk, im Verwaltungsbezirk Hamburg-Mitte, auch noch Teil eines der ältesten Stadteile der Stadt. Das sie Teil einer maritimen Metropole ist, sieht man Neuwerk allerdings nicht unbedingt an. Das weitaus größte Gebäude der Stadt ist ihr Leuchtturm aus dem Jahre 1310. Der Rest der kleinen Insel (3 km² Fläche) ist ausgesprochen grün, ruhig und überschaubar.
Mit Fuß, Rad und Ruder
Zweimal am Tag wird der Meeresboden vor Cuxhaven bei ablaufendem Wasser über 20 km freigelegt. Je nach Gezeitenverhältnissen, besteht dann die Möglichkeit, die etwa 10 km zur Insel Neuwerk zu wandern und mit dem Schiff bzw. mit einem der legendären Pferde-Wattwagen zurückzufahren oder umgekehrt.
Wattwandern – aber sicher!
Da das Wattenmeer bei eintretender Flut für Unerfahrene schnell zu einer gefährlichen Falle werden kann, sollten einige Sicherheitsregeln beim Wandern immer beachtet werden. In Cuxhaven, wie auch in jedem anderen Wattwander-Revier, wird man von der Kurverwaltung mit allen nötigen Informationen versorgt – für völlig entspanntes Wandern empfiehlt sich einer der erfahrenen Wattführer.

