Eine Blogparade zum Thema Heimat
Durch einen Beitrag in diesem Blog bin ich auf eine Blogparade zum Thema Heimat aufmerksam geworden.
Ich weis, dass viele in meinem Freundeskreis mit dem Thema Heimat nicht so viel anfangen können. Da schwebt glaub ich irgendwie das Cliché von Heimatfilmen und röhrenden Hirschen auf Almen im Kopf rum.
Diese Ablehnung kann ich nicht teilen. Beim Wort Heimat habe ich positive Gedanken.
Das erste Mal als mir das richtig aufgefallen ist war, als ich mal längere Zeit von Zuhause fort war. Ich hatte zwar kein richtiges Heimweh, aber die Vertrautheit, als ich mich der Gegend näherte, wo ich aufgewachsen war, war etwas Besonderes. Das heißt nicht, dass ich andere Gegenden nicht mag. Ich verreise gern, auch wenn ich das Glück hatte, in einer Gegend aufzuwachsen, wo gerne viele Touristen hinkommen. Wenn viele Leute hier Urlaub machen, kann es eigentlich keine so schlechte Gegend sein, oder? Es gibt einen kleinen Bach, an den ich mich seit meiner frühesten Kindheit erinnern kann. Er kam mir als Kind unglaublich mächtig vor und ich war sehr stolz, ihn bezwingen, d.h. überqueren zu können, indem ich Steine in der Mitte des Wasserverlaufs nutzte. Heute kann ich mit einem großen Schritt über ihn hinweg schreiten, aber trotzdem berührt es mich, wenn ich an diese Stelle komme. Das Gefühl an dieser Stelle, die ich schon so oft gesehen habe, ist Heimat für mich. Es gibt bestimmte Sachen, die es auch anderswo gibt, die aber in der Heimat irgendwie besonders sind. Das Gefühl, barfuß auf Sand zu gehen, das Meer, die Küste, die Art der Häuser und Wohnungen und die Auslagen auf dem Markt mit Sachen, direkt aus unserer Gegend, die irgendwie nur hier so schmecken, auch wenn es einfache Sachen sind. Die Luft ist irgendwie auch typisch. Ich denke, ich würde auch mit verbundenen Augen bemerken, ob ich in der Heimat bin. Ich kann mich hier besonders gut erholen und besonders schnell Ruhe und Entspannung finden, abschalten, bei Freunden sein. Dafür muss ich nicht 1000 Kilometer mit dem Flieger zurücklegen.
Ich hoffe, es ist ein wenig klar geworden, denn es ist nicht so einfach, dieses Gefühl zu beschreiben.
Danke an Yoda für das spannende Thema. Ich hoffe, es machen noch viele mit.

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