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Giftige Miesmuscheln – wirkliche Ursache entdeckt

Miesmuschelkolonie © istockphoto|Peter Seager

Miesmuschelkolonie © istockphoto|Peter Seager

Und wenn wir schon einmal bei der Fauna der Nordseeregion angekommen sind, möchte ich Euch gleich noch die neuesten Erkenntnisse zum Thema Miesmuscheln mit auf den Weg geben. =)

Aktuelle Forschungen aus Bremerhaven (Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung) haben nämlich den Verursacher von giftigen Miesmuscheln ausgemacht: Es ist die Alge Azadinium spinosum, die das Nerventoxin Azaspirazid produziert und von den Muscheln aus den Meer filtriert und im Muskelfleisch abgelagert wird und nicht, wie vorher angenommen, eine andere Algenart.

Hurra, jetzt wissen wir Bescheid! Aber wie können wir uns vor dem Genuss giftiger Muscheln und damit vor den üblen Symptomen einer Vergiftung schützen?

Die Forscher aus Bremerhaven haben nicht nur die Gift produzierende Alge entdeckt, sondern können auch ein Frühwarnsystem für Muschelfarmen entwickeln. Vorstellen könnte Ihr Euch das so wie ein Tsunami-Frühwarnsystem, nur dass in diesem Fall Gensonden im Wasser die molekulare Zusammensetzung untersuchen und Alarm schlagen, sobald eine kritische Grenze des Toxin-Gehalts erreicht wird.
In den deutschen Regionen der Nordsee brauchen wir uns allerdings bisher keine großen Sorgen über giftige Muscheln machen, vor Irland ist die Gefahr aber wesentlich höher. Und wer weiß schon, woher die bestellten Muscheln im Restaurant stammen.

Und wieso heißen die blauen Muscheln auf Deutsch nun eigentlich Miesmuscheln?
Nein! Nicht, weil die wirklich ganz schön stinken, sondern mies stammt vom Begriff Moos ab und da sich die Muscheln an Felsen oder Holzpfählen wie ein Moosteppich ausbreiten, haben die Norddeutschen sie einfach so genannt.

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