Ferien auf dem Bauernhof an der Nordsee

9. März 2011 | 0 Kommentare »

An der Nordsee verbringen jedes Jahr viele Menschen ihren wohlverdienten Urlaub. Ob Jugendliche, Ehepaare oder Familien. Die Nordsee bietet neben den bekannten Vorzügen auch noch andere reizvolle Eigenschaften. In der Hauptsaison lockt das Meer viele Sportbegeisterte, Sonnenhungrige und Erlebniswillige.

Foto: Andreas Dück / aboutpixel.de

Doch nicht nur das Meer ist für viele Familien ausschlaggeben dort den Urlaub zu verbringen. In diesem Gebiet gibt es auch viele Bauernhöfe, die in den Ferienzeiten gern Gäste aufnehmen. Für viele Kinder ist das eine besonders aufregende und entdeckungsreiche Zeit. Für die kleinen Besucher eröffnet sich eine ganz neue Welt. So können sie hautnah die großen und kleinen Tiere miterleben. Sie helfen eventuell beim ausmisten, füttern oder können auch mit dem Bauern aufs Feld fahren und zur Belohnung werden dann Hauschlachten ausgetragen.

Viele Bauern verdienen sich durch dieses Angebot etwas dazu. Die reine Landwirtschaft reicht oftmals nicht mehr aus um einen Betrieb am Leben zu halten. In der kommenden Zeit wird in der Nordseegegend ein neues Projekt gestartet, das gerade für die Landwirte interessant ist. Bei einem interdisziplinären Forschungsobjekt des Forschungsinstituts Landau (FiBL) sollen in Deutschland erstmalig Sojapflanzen gezüchtet werden. In den kommenden drei Jahren sollen die Pflanzen an die klimatischen Bedingungen in Deutschland angepasst werden und pflanzenbauliche Maßnahmen sollen entwickelt werden, die einen Anbau lohnend machen.

Der Sojabedarf in Futter- und Lebensmitteln steigt in Deutschland jährlich stetig an. Bisher wurde Soja nur aus Übersee importiert, nach der Testphase soll sich das jedoch ändern. Zudem gibt es ab 2012 eine neue Auflage für die ökologische Landwirtschaft. Von da an sollen Schweine und Geflügel zu 100 Prozent aus ökologisch hergestelltem Futter gefüttert werden.

Landwirte in den Nordseegebieten bekommen in den kommenden Jahren eine neue Möglichkeiten ihr Anbauportfolio auszuweiten und einen neuen Geschäftszweig aufzubauen. Dennoch brauchen sich Familien und Kinder keine Sorgen machen. Ferien auf dem Bauernhof wird es weiterhin geben. Schon allein, wenn man in die stahlenden Kinderaugen nach einem Tag auf dem Bauernhof blickt.

Hitzerekorde an der Nordsee: Folge des Klimawandels?

12. Januar 2011 | 0 Kommentare »

„Ich hab solche Sehnsucht – ich verliere den Verstand. Ich will wieder an die Nordsee…“ So erklingt es seit Jahren zur Sommerzeit aus unseren Radiogeräten. Den Sommer an der See zu verbringen bietet für Viele die erhoffte Abkühlung. In den vergangenen Jahren sind die Temperaturen dermaßen angestiegen, dass ein Urlaub an der Nordsee fast vergleichbar mit einem Urlaub am Mittelmeer wird.

In den vergangenen Sommern haben wir oftmals nur von Hitzerekorden gesprochen und uns bei teilweise fast 40 Grad auf dem Handtuch umgedreht. Nun haben wir es schwarz auf weiß – es besteht ein Zusammenhang zwischen den Hitzerekorden und dem Klimawandel. Es gab bislang immer Behauptungen, dass die erreichten Hitzerekorde nur das Ergebnis eines natürlichen Statistikeffekts seien. Doch zwei deutsche Physiker vom Institut für Theoretische Physik an der Universität zu Köln haben jetzt in einer Studie herausgefunden, dass dort ein Zusammenhang besteht.

maritime Nordsee (Bildquelle: TiM Caspary/ pixelio.de)

Es wurden Daten von über 200 Wetterstationen in Nordamerika und Europa von Professor Joachim Krug und Diplomphysiker Gregor Wergen ausgewertet. Interessant dabei ist, dass es in den vergangenen 30 Jahren jährlich rund fünf Tage gab, die den Hitzerekord geknackt haben.  Das sei allerdings nicht nur auf den Klimawandel zurückzuführen, bestätigen die Forscher, da es solche Schwankungen immer gegeben hat und es diese auch immer mal wieder geben wird.

Mit Hilfe eines Rechenmodels, des sogenannten Nullmodels, sieht man, dass die Wahrscheinlichkeit neue Rekorde zu beobachten mit der Zeit abnimmt. Wenn man eine sehr hohe Temperatur einmal erreicht hat, ist es sehr unwahrscheinlich, dass man eine noch höhere finden wird. Ohne den Einfluss vom Klimawandel wären Berechnungen zufolge für das Jahr 2005 insgesamt zwölf Tage mit der so genannten Rekordhitze zu erwarten gewesen. Nach Durchsicht der Daten fanden die Wissenschaftler heraus, dass es in diesem Jahr nicht zwölf, sondern 17 Hitzerekorde gab. Krug schätzt die Situation wie folgt ein „Der Effekt der Erwärmung ist deutlich sichtbar, er ist aber nicht dramatisch“.

Deutlich zu erkennen ist, dass in Nordamerika die Temperaturkurve konstanter war und bleibt. Im Vergleich zu Europa sieht man hier deutlichere Veränderungen. Mit weiteren Hitzerekorden sind in Frankreich und an der heimischen Nordsee zu rechnen.  Da an der Nordsee grundsätzlich ein sehr gleichmäßiges Klima herrscht, sorgen schon geringe Temperaturanstiege für Rekorde, erklärt Krug. In Frankreich hingegen stieg die Temperatur auch im Durchschnitt stark an und stieß somit öfter in neue Rekordbereiche vor.

Vorsicht ist geboten – die Wärmerekorde sollten nicht gleich der Klimaerwärmung zugeschrieben werden.  Krug sagt, dass es schon immer Hitzerekorde gegeben habe. „Aber man kann nicht bei jedem Hitzerekord sagen: Den hätte es jetzt ohne Erwärmung nicht gegeben.”

Die Nordsee als Müllhalde für Kriegsmunition

18. November 2010 | 0 Kommentare »

Experten warnen: Noch immer liegen auf dem Grund der Nordsee hunderttausende Tonnen Munition aus dem 2. Weltkrieg. Können diese tickenden Zeitbomben auch für deutsche Nordsee-Urlauber zur Gefahr werden?

Munitionsreste? Die lauernde Gefahr in der Nordsee

Munitionsreste - die lauernde Gefahr in der Nordsee? (Bildquelle: CFalk / pixelio.de)

Der Vorsitzende des schleswig-holsteinischen Naturschutzbundes (NABU), Ingo Ludwichowski, hat anlässlich des internationalen Kongresses MIREMAR (Minimizing Risks for the Environment in Marine Ammunition Removal in the Baltic and North Sea) vor einer “tickenden Zeitbombe” für Mensch und Umwelt gewarnt. In deutschen Gewässern entlang der Nord- und Ostseeküsten sind laut Expertenschätzungen nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg bis zu 1,3 Millionen Tonnen konventioneller Munition und chemischer Waffen entsorgt worden.

Besonders problematisch an der aktuellen Entwicklung ist, dass nach über 60 Jahren die Munitionshüllen oft durchgerostet sind und ihre giftige Ladung in die Mehresumwelt abgeben. Das Hauptrisiko besteht also nicht in einer plötzlichen Detonation von versenkten Bomben, Torpedos oder Weltkriegsminen, sondern durch schädliche Chemikalien. Aus diesem Grund bemüht sich das Innenministerium von Schleswig Holstein derzeit verstärkt, die gefährlichen Kriegshinterlassenschaften zu beseitigen.

Der dreitägige MIREMAR Kongress sollte dazu dienen, einen Überblick über die aktuelle Situation und neue Methoden bei der umweltschonenden Beseitigung von Altmunition zu gewinnen. Der NABU erprobt beispielsweise seit einigen Jahren den Einsatz von so genannten Blasenvorhängen bei der Sprengung von Altmunition. Dabei werden Vorhänge aus Luftblasen erzeugt, die den Explosionsschall deutlich eingrenzen. Umweltschützer fordern seit langem, dieses Prinzip bei allen Sprengungen verpflichtend anzuwenden.

Der NABU-Meeresschutzexperte Kim Dietloff bezeichnet Sprengungen jedoch lediglich als Übergangslösungen und mahnte an, die Entwicklung schonenderer Beseitigungsmethoden voranzutreiben. Problematisch an den Sprengungen sei, dass auch hier erhebliche Mengen an Sprengstoff und dessen Abbauprodukte an die Badestrände gespült, ins Meer oder in die Nahrungskette gelangen könnten. Eine alternative Methode wäre beispielsweise das Bergen der Munition mit Roboterhilfe.

Urlauber, die an den Strand gespülte Munitionsreste entdecken, werden aufgefordert, diese keinesfalls zu berühren und umgehend die zuständigen Behörden zu verständigen.

Mysteriöse Brandserie auf Sylt verunsichert Urlauber

20. August 2010 | 0 Kommentare »

Die Polizei und die Feuerwehr auf Sylt sind derzeit in ständiger Alarmbereitschaft. Auf der bei Touristen beliebten Nordseeinsel Sylt geht der Feuerteufel um. Die Hinweise auf Brandstiftung als Ursache für die Brandserie haben sich verdichtet. Bisher haben die Fahnder aber wohl noch keine Verdächtigen im Visier.

Leuchtturm von Rantum auf Sylt

Leuchtturm von Rantum (Foto: klaas hartz / pixelio.de)

Bereits in der Nacht zum vergangenen Montag waren auf Sylt gleich mehrere Feuer ausgebrochen. Ein Hotel in Wenningstedt musste evakuiert werden und das Hauptgebäude der Volkshochschule Klappholttal, gelegen zwischen Kampen und List, brannte komplett ab. In der Nacht zu Mittwoch schlug der Feuerteufel erneut zu. In einem Umkreis von 500 Metern hatte die Feuerwehr auf dem Gelände der Nordseeklinik gleich drei Brände zu löschen. Im Zuge dessen mussten 400 Menschen evakuiert werden. 4 Personen wurden verletzt, der Sachschaden geht in die Millionen.

Inzwischen ist eine spezielle Ermittlungsgruppe gebildet worden, die Zeugenaussagen aus der Bevölkerung nachgehen und Spuren an den Unglücksstellen untersuchen sollen. Teil der Ermittlungsgruppe sind erfahrene Experten vom Festland, welche die örtlichen Kollegen unterstützen. Erschwert wird die Arbeit der Ermittler durch tausende Urlauber, die sich in der Ferienzeit auf Sylt befinden und den Kreis der Verdächtigen nicht unbedingt eingrenzt.

Insbesondere die Reichen und Schönen wohnen und feiern in der Sommerzeit auf der Nordseeinsel. Eine der größten Partys ist beispielsweise die “Sylt meets Ibiza-Party“, auf der auch Michael Stich (Ex-Tennisprofi), Johannes B. Kerner (TV-Moderator) und Jan Fedder (Schauspieler) zugegen waren. Möglicherweise ist die Brandserie auch eine Folge des Protestes aus Teilen der einheimischen Bevölkerung. Während immer mehr Luxusurlauber die Insel heimsuchen, sinkt seit Jahren die Einwohnerzahl der “echten Sylter”. Immer weniger Einheimische können sich die Mieten auf der Promi-Insel leisten.

Dafür spricht, dass erst kürzlich bei 40 Luxusautos die Reifen zerstochen wurden. Eines haben die Täter bereits erreicht: Viele Feriengäste haben Angst. Vielleicht hält es sogar den einen oder anderen Inselgast davon ab, länger auf der Insel zu bleiben. Ob sich der Trend jedoch dauerhaft stoppen lässt, ist kaum anzunehmen. Die Urlaubsinsel in der Nordsee ist bei betuchten Deutschen einfach zu sehr angesagt.

Drachenfeste an der Nordsee: Deutschlands große Drachenfestivals

14. Juli 2010 | 0 Kommentare »

Nordseewind und Drachenfest – das gehört einfach zusammen. Nicht nur im Herbst, sondern auch im Sommer können Drachenfestivals ein Spaß für die ganze Familie sein. Wir haben einmal Deutschlands größte Drachenfeste an der Nordsee für Euch zusammengetragen.

Kind beim Drachenfest

Kind beim Drachenfest (Foto: Daarom / pixelio.de)

Wenn der Sommer langsam dem Herbst weicht und der Nordsee-Wind etwas kräftiger bläst, dann fiebern viele junge Familien einem ganz besonderen Spaß entgegen: Drachen steigen lassen auf einem der zahlreichen Drachenfeste an Deutschlands Nordseeküste.

Ob Kastendrachen, Schirmdrachen oder Lenkdrachen, selbstgebastelt oder gekauft – Hauptsache schön bunt und herbstlich sehen sie aus. Fliegen sollen die Winddrachen natürlich auch – solange die maximal erlaubte Leinenlänge von 100 Metern nicht überschritten und durch die Drachenflughöhe kein offizieller Flugverkehr beeinträchtigt wird, ist alles erlaubt.

Für den Bau eines Drachens benötigt man übrigens nicht viel. In der Regel genügen wasserfestes Drachenpapier, drei Rundhölzer, ein Verbindungsstück für das Drachenkreuz, eine Metallöse, eine Rolle Baumwollschnur für den Drachenschwanz und eine reißfeste Drachenschnur. Schon kann es losgehen und im Handumdrehen ist der Drachen gebastelt. Eine Bastelanleitung für den Drachenbau gibt es zum Beipsiel hier.

Drachenfest Föhr (16.-18. Juli 2010)

Eines der größeren deutschen Drachenfeste in diesem Sommer ist das Drachenfest auf der Insel Föhr. Ein umfangreiches Drachenprogramm mit Teamflug und Lenkdrachen-Shows erwartet Jung und Alt. Dazu gibt es Musik und Drachen-Bonbon-Regen. Bob der Baumeister, Asterix, Bugs Bunny und Tweety steigen als Großdrachen in die Lüfte und chinesische Drachen sorgen auf dem Boden für bunte Stimmung. Kinder können unter professioneller Anleitung selbst einen Drachen basteln oder sich von gruseligen Drachengeschichten verzaubern lassen.

Drachenfest St. Peter-Ording (20.-22. August 2010)

Beim 4. Drachenfestival in St. Peter-Ording wird der Deutsche Meister im professionellen Lenkdrachenfliegen gekürt. Das kostenlose Drachenfest ist mittlerweile eine feste Größe in Schleswig Holstein. Highlight in diesem Jahr sind jedoch die Riesen-Drachen des als Drachenpapst bekannt gewordenen Neuseeländers und des Weltrekordhalters Peter Lynn. Darüber hinaus ist eine beeindruckende Nachflugshow mit Leuchtdrachen angekündigt. Natürlich wird auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt sein. Eine Cateringmeile bietet kulinarische Leckerbissen aus der Region.

Drachenfest Büsum (03. Oktober 2010)

“Achtung Nackenstarre” heißt es ebenso am 3. Oktober in Büsum beim “Tag der Drachen“. Dabei verwandelt sich der Nordseedeich in ein riesiges Flugfeld. Doch bevor es so weit ist, müssen Groß und Klein erst einmal Ihre Geschicklichkeit beim Drachenbasteln unter Beweis stellen. Schön bunt sollen die Drachen schließlich aussehen, damit sie in luftiger Höhe auch voneinander zu unterscheiden sind. Auch für das leibliche Wohl der Drachenpiloten wird gesorgt sein. Falls das Wetter nicht mitspielen sollte, wird das Drachenfest einfach in den Büsumer Mini-Maxi Club verlegt.

Fazit: Drachenfeste an der Nordsee sind ein ganz besonderer Spaß für die ganze Familie. Wenn das Wetter und vor allem der Herbstwind mitspielt, heißt es wetterfeste Kleidung angezogen und ab an die frische Luft.  “Drachen ahoi!”

Wattolümpiade in Brunsbüttel an der Nordsee

9. Juni 2010 | 0 Kommentare »

Am vergangenen Sonntag wetteiferten rund 500 “Wattlethen” bei der Wattolümpiade 2010 in den Sportarten Wattvolleyball, Wattfußball, Watthandball und im so genannten “Tampentrecken” (Tauziehen) um den Olümpiasieg. Der Erlös des Spektakels von über 100.000 Euro ging an die Krebsgesellschaft Schleswig-Holstein.

Wattolümpiade-Teilnehmer im Schlamm

Wattolümpiade-Teilnehmer (Foto: Coastdriver / pixelio.de)

Tausende Besucher waren bei schönstem Sonnenwetter an den Brunsbüttler Elbdeich im Kreis Dithmarschen gekommen, um die Schlammschlacht live mitzuverfolgen. Bereits zum 7. Mal trafen sich Mannschaften und Einzelkämpfer aus der Region, aber auch aus Hessen und Bayern sowie aus Belgien, Dänemark und Italien, um unter dem Banner mit den fünf olümpischen Rettungsringen miteinander “zu matschen”.

Wattspektakel wie am vergangenen Wochenende gibt es viele an der deutschen Nordseeküste. Jedoch gibt es nur eine Wattolümpiade, so der Veranstalter Michael Behrend gegenüber Focus Online. Besonderer Beliebtheit erfreute sich der “Aal-Staffellauf”. Dieser fand nicht – wie vielleicht zu erwarten gewesen wäre – mit einem echten Aal statt, sondern mit Aal-Attrappen. Dabei dienten glitschige Fahrradschläuche, die mit duftendem Basmati-Reis gefüllt waren, als Fisch-Dummies. Die Köpfe der Aale bestanden jeweils aus einem Vibrator, sodass sich die Fische während des Rennens möglichst lebendig anfühlten.

Auf den Sonnenschutz konnten die Wattlethen am Wettkampftag verzichten. Eine zentimeterdicke Schlammschicht bedeckte ihre Haut von Kopf bis Fuß. Ganz anders erging es da den übrigen Besuchern. Auf dem Deich, von wo aus man den besten Blick über das Geschehen hatte, gab es keine Unterstellmöglichkeit. Sonnenschutzcremes mit hohen Lichtschutzfaktoren waren also gefragt. Auch der Stand des Eisverkäufers war entsprechend hoch frequentiert. Zeitweise bildete sich eine 50 Meter lange Schlange.

Alle Beteiligten hatten so viel Spaß, dass die 7. sicher nicht die letzte Wattolümpiade gewesen sein wird.

Hallig-Urlaub: Faszinierende Natur fernab vom Alltagsstress

7. Mai 2010 | 0 Kommentare »

Theodor Storm nannte Sie “Schwimmende Träume”. Ihre einzigartige Schönheit fasziniert besonders Naturliebhaber, denn auf den kargen, meist nur wenige Meter aus dem Meer ragenden Hügeln ist man den Naturgewalten schonungslos ausgeliefert. Hier gibt es keine Konsumtempel und keine Unterhaltungsindustrie, dafür jedoch Wind und Wetter zu jeder Jahreszeit pur. Man sagt außerdem, dass Besucher etwas mit sich anzufangen wissen müssen, wenn sie hierherkommen. Doch immer wieder zieht es Menschen auf die Eilande, um den Kopf frei zu bekommen vom Stress des Alltags und den Blick für die wesentlichen Dinge im Leben wiederzufinden. Die Rede ist von den Halligen im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Boot auf Hallig Hooge

Boot auf Hallig Hooge

Zehn Halligen mit einer Größe von 7 bis 960 Hektar liegen vor der friesischen Nordseeküste: Oland, Langeneß, Hooge, Nordstrandischmoor, Gröde, Süderoog, Südfall, Hamburger Hallig, Norderoog und Habel. Ursprünglich entstanden die Halligen durch die Kraft von Wind und Wasser, wenn beispielsweise durch Sturmfluten, durch Ebbe und Flut Landmassen und Sedimente hinfortgerissen wurden und sich an anderer Stelle wieder ablagerten. Rund um die Halligen gibt es weder Deiche noch Dünen. Das unterscheidet sie von vielen anderen Inseln in der Nordsee. Der Name “Hallig” leitet sich übrigens vom mittelhochdeutschen Wort “Hal” ab, was “Salz” oder “Saline” bedeutet. Der Grund dafür ist, dass die Halligbewohner früher neben der Fischerei und dem Walfang vom Abbau von Salztorf lebten.

Nordseeurlaub auf den Halligen ist  im Sommer am schönsten. Dann grünen und blühen die saftigen Wiesen und Viehweiden, der Wind fährt durch duftenden Klee, überall zwitschert und zirpt es und die Badestellen sind längst nicht so überlaufen wie andernorts an der Nordseeküste zu dieser Jahreszeit. Doch gänzlich untouristisch geht es natürlich auch hier nicht zu. Auf Langeneß lädt das “Kapitän-Tadsen-Museum” dazu ein, das Leben der Halligbewohner in früheren Zeiten kennenzulernen. Außerdem gibt es ein Heimat- und Halligmuseum auf Hallig Hooge. Im Sommer gibt es regelmäßigen Schiffsverkehr zu den größten Halligen. Zudem sind Oland, Langeneß und Nordstrandischmoor über Lorenbahndämme zu erreichen. Wem das alles noch nicht ursprünglich genug ist, erreicht die Halligen am besten zu Fuß auf einer Wattwanderung. Achtung: Wanderungen nur mit Wattführer durchführen!

Unterkunft findet man in einem der kleinen Hotels auf den Halligen oder in einer der zahlreichen Ferienwohnungen Nordsee auf Hallig Hooge oder Langeneß. Meist heißt es hier jedoch: früh genug buchen, um ein schönes Zimmer mit Meerblick zu ergattern.

Celebrity Eclipse auf dem Weg zur Nordsee

11. März 2010 | 0 Kommentare »

Die Papenburger Meyer Werft hat einen neuen Ozeanriesen fertig gestellt, die “Celebrity Eclipse”. Heute kurz nach 9 Uhr verließ der Schiffsneubau seinen Liegeplatz am Ausrüstungskai der Werft. Ursprünglich war die Überführung des Kreuzfahrtschiffes ins niederländische Eemshaven erst für das Wochenende geplant gewesen. Wegen einer Sturmwarnung ist die Fahrt jedoch vorverlegt worden. Die Ankunft in Eemshaven wird für Freitag Morgen erwartet.

Kreuzfahrschiff Celebrity Solstice

Kreuzfahrschiff Celebrity Solstice (Foto: Tom Mascardo)

Rund 540 Millionen Euro hat sich die US-amerikanische Reederei Celebrity Cruises aus Miami die “Celebrity Eclipse” kosten lassen. Mit einer Länge von 317 Metern und einer Breite von 39 Metern gehört das Schiff zu den größten Luxus-Linern, die bislang in Deutschland gebaut wurden. Das Riesenschiff verfügt über 1.426 Kabinen und fährt aufgrund seiner Größe rückwärts die Ems hinunter. Dadurch ist eine bessere Manövrierbarkeit gegeben. Zusätzlich unterstützt die Lotsenbrüderschaft Emden die Emsüberführung mit zwei Schleppern.

Die Celebrity Eclipse ist neben der Celebrity Solstice und der Celebrity Equinox das dritte von fünf Schiffen seiner Bauart. Bei einer solchen Gigantomanie kommen einem unweigerlich Bilder des Titanic-Unglücks in den Kopf. Der 1912 gesunkene Meeres-Koloss wird jedoch durch Kreuzfahrtschiffe neuer Bauart weit in den Schatten gestellt. Mit einer Länge von 317 Metern überragt die Celebrity Eclipse die Titanic mit ihren “nur” 269 Metern um fast 50 Meter. Auch von der Breite her schrumpft die Titanic geradezu zu einem Zwerg: 28 Meter maß sie, bei der Eclipse sind es 39. Die Anzahl der Rettungsboote ist heutzutage ebenfalls weitaus großzügiger bemessen, so dass im Falle einer Havarie niemand fürchten muss, keinen rettenden Platz mehr zu ergattern.

Wem dennoch eine Schiffsfahrt nicht ganz geheuer ist, hat jederzeit die Möglichkeit auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Da aufgrund der Wirtschaftskrise viele Menschen an den Ausgaben für eine Urlaubs-Fernreise sparen, versuchen beispielsweise Fluggesellschaften derzeit mit besonders günstigen Angeboten für Flugtickets Spätbucher zu gewinnen, die doch noch eine Flugreise in südliche Gefilde in Erwägung ziehen. Deswegen unser Tipp: Wenn schon nicht Urlaub an der Nordsee, dann am besten jetzt eine Flugreise für den Sommer buchen.

Eine Reise auf einem Kreuzfahrtschiff wie der Celebrity Eclipse ist dagegen nichts für Menschen mit geringem Urlaubsbudget. Je nach Art und Lage der Kabine sind für die Nacht Eurosummen in vierstelliger Höhe zu berappen. Luxus hat seinen Preis.

Versinkt Bremen bald in der Nordsee?

5. März 2010 | 0 Kommentare »

“Hilfe!” ruft eine ältere Frau aus Bremen und hält sich in Sichtweite des Bremer Hauptbahnhofs mit letzten Kräften an einer Straßenlaterne fest, damit sie nicht von braunen Wasserfluten erfasst und hinweggezerrt wird. Experten halten ein solches Horrorszenario durchaus für denkbar.

“Bremen versinkt in der Nordsee”, titelt die Bildzeitung vor wenigen Minuten und bezieht sich dabei auf Expertenaussagen von Teilnehmern des 5. ExtremWetterKongress (ExtremeWeatherCongress), welcher derzeit im Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost stattfindet. Über 800 Kongressteilnehmer sind registriert, um Vorträgen zum Thema Klimapolitik, Klimawandel, Extremwetterlagen, El Niño, Meeresspiegelveränderung und Meteorologie zu lauschen und über die verheerenden Folgen der globalen Klimaveränderungen zu diskutieren.

Einer der Teilnehmer am Kongress ist Andreas Lieberum, Geschäftsführer des Forschungsprojekts “nordwest2050″. Herr Lieberum ist der Auffassung, dass es Bremen mit hoher Wahrscheinlichkeit in 100 Jahren nicht mehr geben wird. Das Abschmelzen der Polkappen sowie Verschiebungen von Erdplatten werden dafür verantwortlich sein, dass der Meeresspiegel der Nordsee schon in den nächsten hundert Jahren um bis zu zwei Meter steigt. Die Folge davon: Bremen versinkt in den Fluten.

Ein genauer Zeitpunkt, wann es so weit sei, ließe sich nicht vorhersagen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Wetterkapriolen und heftige Stürme, die viel Regen bringen, schon in den nächsten Jahren stark zunehmen werden. Der Nordwesten Deutschlands wird durch die häufige Westwetterlage in besonderer Weise davon betroffen sein. Ein realistisches Szenario auch für die kommenden Jahre ist, dass bei einer der nächsten Sturmfluten das Wasser bis in die Bremer Innenstadt vordringt.

Wie kann sich Bremen vor einem solchen Horrorszenario schützen? Eine Möglichkeit wäre, die Deiche zu erhöhen, was derzeit in Bremerhaven bereits getan wird. Um 25 Zentimeter werden dort die Dämme gegen zukünftige Sturmfluten aufgestockt. Doch dies wird auf Dauer kaum reichen, so die Experten. Auf der Konferenz sollen Wege erörtert werden, die den Klimawandel verlangsamen und wenn möglich ganz unterbinden können. Nur so hat Bremen und die gesamte Nordseeregion zukünftig eine Chance, weiterhin ein attraktives Ferienziel zu bleiben.

Borkum nun mit erster Windkraftanlage im Offshore-Park

17. Juli 2009 | 0 Kommentare »

Nun ist es endlich soweit, das erste Windrad der Offshore-Windkraftanlage ist nun bei Borkum installiert worden.

Hier habe ich einmal ein Video zum Bau des Fundaments der Trafostation gefunden:

Und einmal ein Video zum Installieren des Kopf-Teils der Trafostation: