Von „Heulern“ und Kuttern
Im Südwesten des Kreises Dithmarschen in Schleswig-Holstein – direkt an der Nordsee – liegt die Gemeinde Friedrichskoog. Die Gemeinde gliedert sich dabei in die Ortsteile Friedrichskoog, Friedrichskoog Spitze, Kaiserin-Auguste-Victoria-Koog, Dieksanderkoog und die rund 180 ha große Insel Trischen, gelegen vor der Dithmarscher Küste, die auch als „Vogelinsel“ bekannt ist – betreten verboten. Trischen ist unbewohnt. Friedrichskoog an sich hat rund 2.500 Einwohner. Benannt wurde die Gemeinde im Übrigen nach Dänenkönig Friedrich VII.
Nach Friedrichskoog kommt man am besten über die B5. Die Abfahrt ist bei Marne. Eine Bahnverbindung nach Friedrichskoog existiert seit Mitte der 1970er Jahre nicht mehr. Mittels Buslinie über Marne kann man Friedrichskoog aber auch erreichen. Der nächste Bahnhof ist in Sankt Michaelisdonn.
Friedrichskoog und der Tourismus
Friedrichskoog hat sich ganz dem Tourismus verschrieben. Zu den Hauptattraktionen gehört natürlich die seit 1985 bestehende Seehundstation. Aber auch der große Kutterhafen hat eine sehr hohen touristischen Wert. Anziehungsmagnet ist dieser vor allem einmal im Jahr, wenn die Kutterregatta stattfindet.
Da Friedrichskoog keinen Sandstrand verfügt, kommen die meisten Feriengäste hierher, um das Wattenmeer zu bewundern. Ausgedehnte Wattwanderungen werden in recht zahlreicher Form angeboten. Dennoch ist der Ortsteil Friedrichskoog-Spitze seit 2004 ein anerkanntes Nordseeheilbad. Hier befindet sich auch eine große Kurklinik. Spezialisiert ist diese auf Aufenthalte mit Kindern. Eine Sehenswürdigkeit an der „Spitze“ ist der 1935 erbaute Trischendamm. Insbesondere in den Sommermonaten finden hier zahlreiche Veranstaltungen statt, in der Regel in der Nähe des „Haus des Kurgastes“ in Spitze.
Aber auch Heiratswilligen hat Friedrichskoog etwas Besonderes zu bieten, und zwar die Hochzeitsmühle Vergissmeinnicht.
Die Seehundstation von Friedrichskoog
Seit 1985 gibt es in Friedrichskoog eine Seehundstation. Es handelt dabei um die einzige Stelle an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste, die für die Aufzucht von Seehundbabys, die von ihrer Mutter verlassen wurden, autorisiert ist. Nach ihrer Aufzucht werden die Tiere wieder in die Freiheit entlassen. Geborgen werden die Tiere an der gesamten Ostsee- und Nordseeküste. Für den Unterhalt der Seehundstation von Friedrichskoog sorgt zum einen die Gemeinde Friedrichskoog, sowie der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.
Seit 1996 gibt es für die Seehundstation keinerlei Zuschüsse mehr. Spenden und Eintrittskarten sind die einzigen Mittel der Finanzierung. Besucher sind in der Seehundstation willkommen. Jedoch direkt zu Gesicht bekommen kann man die „Heuler“ nicht.

