Wollhandkrabben krabbeln flussaufwärts
An der Nordsee kennt man die Wollhandkrabben sehr gut, denn über hunderte Tonnen dieser Krabbenart fühlen sich allein in der Elbe äußerst heimisch. Ursprünglich stammen die Tiere aus China, von dort wurden sie via Schifftransport in die deutschen Gewässer eingeschleust.
Den Fischern rauben die Wollhandkrabben teilweise den letzten Nerv, denn die großen Allesfresser zerstören mit ihren Scheren nicht nur die teuren Fischfangnetze, sondern sie verletzen oder töten so manchen guten Fang beim Einholen.
Auch die Ökologen machen sich Sorgen über das verstärkte Vorkommen der Krabben-Art in deutschen Gewässern. Denn zum einen treten sie als natürliche Fressfeinde für bedrohte Arten auf und zum anderen lockern sie die feste Struktur der Ufer durch das Graben von Gängen und Höhlen auf – das wiederum kann zum Abrutschen der Uferlandschaft führen.
Ja, sogar in den Rhein und auch nach Baden-Württemberg haben es die Krabbelmonster schon geschafft. Denn die Krabben mit den wolligen Scheren wandern jahrelang flußaufwärts, um später wieder den langen Rückweg Richtung Nordsee anzutreten und dort die Paarung zu vollziehen.
Und was können wir nun gegen diese Plage tun? Ganz einfach: Aufessen! =)
In China sind die Wollhandkrabben eine echte Delikatesse, vergleichbar zu unseren Vorlieben zum Hummer.
